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Geschichte
Seit fast einem Jahrhundert engagiert sich der BGA für die Interessen der Unternehmen des Großhandels, des Außenhandels sowie der unternehmensnahen Dienstleistungen. Gerade in Umbruchzeiten – etwa nach den Weltkriegen oder dem Zusammenbruch der DDR – bewährte sich der Verband als stabilisierende und zugleich dynamische Kraft. Wegmarken:
1916
Am 16. Mai wird der Zentralverband des Deutschen Großhandels in Berlin gegründet. Der Zusammenschluss aus Unternehmern und Fachverbänden soll die Interessen des Berufsstandes schützen und fördern.
1921
Der Reichsverband des Deutschen Ein- und Ausfuhrhandels gründet sich.
1927
Großhandels- und Außenhandelsverband verschmelzen zum Reichsverband des Deutschen Groß- und Überseehandels. Am Ende des Jahrzehnts sind über 200 Fach- und Regionalverbände mit rund 50.000 Großhandelsfirmen und 3.000 Einzelmitgliedern im Verband organisiert.
1930er Jahre
Das Regime des Dritten Reichs beendet die Arbeit des Verbands: Er wird im Zuge der Gleichschaltung am 1. Januar 1935 per Gesetz in die Organisation der gewerblichen Wirtschaft überführt.
1940er Jahre
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstehen zunächst in den neu geschaffenen Ländern der britischen und amerikanischen Zone neue regionale Verbandsstrukturen. Am 13. März 1946 gründet sich der Wirtschaftsverband des Groß- und Außenhandels für die britische Zone, wenige Tage später folgt die Arbeitsgemeinschaft des Groß- und Außenhandels für das vereinigte Wirtschaftsgebiet der britischen und amerikanischen Zone. Am 29. März 1949 findet schließlich die Gründung des Gesamtverbandes Groß- und Außenhandel des Vereinigten Wirtschaftsgebiets durch 40 Verbände unter Vorsitz von Kurt Rohde statt.
1950er Jahre
Zum Jahresbeginn 1950 schließen sich die Landesverbände der französischen Zone der Verbandsstruktur an. Damit ist der Weg frei für die Wiederherstellung einer geschlossenen Spitzenvertretung des Groß- und Außenhandels. Der Amtsitz ist ab sofort Bonn. Die Folgejahre sind von stetigem Wachstum des Groß- und Außenhandels geprägt. Dies spiegelt sich auch in der Verbandsentwicklung wider: Der Gesamtverband erweitert sein Dienstleistungsangebot und gründet unter anderem eine eigene Versicherungsstelle, baut Wissenschaftskontakte aus und engagiert sich zunehmend im Bildungsbereich. International arbeitet er von Anfand an im neu gegründeten Centre International du Commerce de Gros mit.
1960er, 1970er und 1980er Jahre
1965 erfolgt die Umbenennung in Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Die Zuständigkeiten des Verbandes erweitern sich: Zur Interessenvertretung tritt nun etwa die Koordinierung der Tarifpolitik. Die zunehmende Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit dem Weltmarkt bringt neue Wachstumsschübe und steigert die Bedeutung des Verbandes.
1989 und die 1990er Jahre
Im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung spielt der Verband eine wichtige Rolle beim Aufbau eines privatwirtschaftlich organisierten Groß- und Außenhandels in der ehemaligen DDR. Der Verband und seine Mitglieder unterstützen Firmen bei der Überführung in privatwirtschaftliche Rechtsformen und bei der Anpassung an das von freiem Wettbewerb geprägte Marktumfeld. Zugleich profitiert der Groß- und Außenhandel in den 1990er Jahren weiterhin vom wachsenden europäischen Binnenmarkt und von der beschleunigten Globalisierung.
Seit 2000
2000 verlagert der BGA seinen Sitz in die neue Hauptstadt Berlin, um nach 50 erfolgreichen Jahren in Bonn weiterhin nahe am politischen Geschehen zu sein. 2009 nennt sich der Verband in Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen um und trägt damit der zunehmenden Bedeutung der Dienstleistungen für Handelsunternehmen Rechnung.







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